Ich hab etwas realisiert…

Vor einigen Tagen entschied ich mich spontan dazu in die Stadt zu gehen und mich zum Arbeiten in ein Café setzen. Ich packte meinen Rucksack, zog meine Jacke an und ging los. Wie jedes Mal, wenn ich ins Zentrum laufe, führt mich mein Weg durch ein kleines Wohngebiet, mit gewundenen Straßen, wunderschönen Häusern und mächtigen Pinienbäumen, die sich sanft im Wind wiegen, an der Promenade und dem Strand vorbei und dann auf die Hauptstraße ins Zentrum. Ich wollte gerade schon auf die Hauptstraße abbiegen, als ich etwas realisiere. 

Südliches Haus mit Pinienbaümen und Blick aufs Meer Mein Weg ins Zentrum in a Nutshell…
In den vorherigen Tagen hatte ich, zum ersten Mal seit langer Zeit, das Gefühl von Unzufriedenheit. Ich habe mich etwas leer und verloren gefühlt und wusste nicht so recht warum ich mich so fühle. Doch als ich nun am Strand vorbeilief, verstand ich. Ich hatte angefangen mein Leben hier, das Meer und die Pinienbäume für selbstverständlich zu nehmen. Ich hatte angefangen einen Alltag zu entwickeln, der mich nicht erfüllt. Aufzuhören den Süden zu appreciaten, bedeutet auch aufzuhören meinen Traum zu leben. Ich musste wieder etwas unternehmen, was mich erfüllt.
 
Statt weiter die Hauptstraße hinunterzugehen, drehte ich mich nach rechts und bog in eine Straße, die ich nie zuvor entlanggegangen war. Allein dieser kleine Bruch mit dem Rhythmus, der sich langsam in mein Leben geschlichen hatte, hob meine Laune um ein Tausendfaches. 
Ich folgte der kleinen Straße weiter bis ich auf einmal vor einem Gebüsch stand, hinter dem sich das Meer verbarg. Auf der linken Seite des Busches führte ein kleiner, fast unsichtbarer, Pfad entlang, dem ich nun folgte. Der Boden war steinig und uneben und ich musste mich teilweise durch das Gestrüpp kämpfen. Doch dann brach ich durch das Blattwerk und dahinter bot sich mir ein wunderschöner Anblick.
 
Felsformation, Meer, Blick Die Felszunge die ich entdeckt habe…
Ich stand auf einer Landzunge aus Stein die, wie ein Zipfel Land, ins Meer hinausragte. Ich hörte das Schmatzen der Wellen, in den Felsspalten, und die Rufe der im Himmel schwebenden Möwen. Etwas unterhalb von mir stand eine kleine, in sich eingesunkene, Ruine, in der einige Cola Dosen rumlagen. Ansonsten war keine Spur von Menschen zu sehen. Einen so ruhigen Ort am Meer, in einem so touristischen Ort zu finden, fühlte sich so surreal an und erfüllte mich gleichzeitig mit so viel Freude. 
 
Ich setzte mich auf einen Stein und las ein bisschen, während ich ab und zu aufschaute um aufs Meer zu blicken. An diesen Ort werde ich auf jeden Fall zurückkehren.
 
Diese Erfahrung hat mich wachgerüttelt und wird von nun an immer eine Kernerinnerung für mich bleiben. 
 
Falls du mich bei der Entdeckung von wunderschönen Orten an der Côte d’Azur begleiten möchtest, dann abonniere gern meinen YouTube-Kanal, wo jeden Freitag ein neues Video erscheint.
 
Das Erlebnis, welches ich hier beschrieben haben, findet sich auch auf YouTube. Schau es dir gerne an 😀

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